Crossminton Ballmaschine – Proof of Concept

Vor ein paar Jahren durften wir Patrick Schüsseler als Trainingsgast bei uns willkommen heißen.  Nach dem Training auf der Wöhrder Wiese saßen wir noch lange im Biergarten zusammen.  Patrick berichtete von seinem Credo der „1000 mal 1000 Wiederholungen“.  An diesem Abend hat sich die fixe Idee einer Crossminton-Ballmaschine tief in mein Hirn gebrannt und mich seit dem nie so recht losgelassen.

Stöbert man mal ein bisschen bei Youtube, stößt man auf eine beeindruckende Bandbreite an Lösungen, die sich „Ballmaschine“ nennen:  Das Spektrum reicht von „Pringles-Dose mit Gummiband und Stöckchen“ bis „Transformer, der mit minimalen Anpassungen die Weltherrschaft an sich reißen könnte“.  Wer Lust zu schmunzeln und zu staunen hat, kann sich gerne von meiner Youtube Playlist inspirieren lassen.

In Ermangelung eines Maschinenbau-Studiums sollte meine Lösung möglichst einfach, praktikabel und kostengünstig sein.  Aufgrund dieser Restriktionen habe ich mich für die Variante „Laubbläser“ entschieden.  Ein passendes Gerät ist auf ebay-Kleinanzeigen schnell gefunden und auf 25€ runtergehandelt.  Ein 53mm Fallrohr plus T-Stück für die Ballzufuhr ist in jedem Baumarkt für etwa 10€ erhältlich.  Panzertape ist ja ohnehin integraler Bestandteil eines jeden Crossminton-Haushaltes.  Macht insgesamt 35€.  Da ließe es sich auch verschmerzen, wenn das Ding ein Rohrkrepierer wird oder ein paar Scheiben zu Bruch gehen.

Vor gut einer Woche war es dann endlich soweit.  Charly war gerade auf Heimaturlaub in der Metropolregion.  Wenn sich jemand für solch eine revolutionäre Idee begeistern lässt, dann ja wohl dieser positiv Crossminton-Bekloppte.  Nach einem epischen Best-of-Seven battle, den ich im alles entscheidenden siebten Satz nach 9-15 Rückstand noch zu meinen Gunsten drehen konnte, war gegen 23 Uhr der perfekte Zeitpunkt gekommen.

Etwas nervös und im Kopf die Konditionen meiner Haftpflichtversicherung rezitierend, montierte ich also die Ballmaschine.  Herausgekommen ist dabei folgendes:

 

Überaus zufrieden verbuche ich den Proof of Concept als vollen Erfolg.  Zugegeben, der Lärmpegel erinnert an die Turbinen-Testhalle bei Airbus.  Andererseits, wozu hat man Mitspieler, die bei Uvex arbeiten.  Außerdem handelt es sich hier meines Wissens um die leiseste Crossminton-Ballmaschine der Welt.  Also ist das wohl Klagen auf ganz hohem Niveau.

Folgender Aufruf richtet sich an alle Maschinenbauer, Ingenieure, Tüftler und sonstige Weltverbesserer:  Ich bin für Anregungen, Optimierungen, Weiterentwicklungen oder jegliche Form der Unterstützung sehr dankbar.  Da ich mir Charly’s Stundensatz auf die Dauer nicht leisten kann, ist der nächste logische Schritt, eine automatische Speeder®-Zuführung zu konstruieren.  Also her mit euren Ideen!

Bis bald!

Sebastian (Düsentrieb)

 

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2 Antworten zu Crossminton Ballmaschine – Proof of Concept

  1. Vincent 18. April 2018 um 18:25 #

    Deine Crossminton-Beiträge und Ideen sind absolut klasse, Sebastian.
    Keep that great work up, Mr. Düsentrieb 😂

  2. Dominik S. 19. April 2018 um 9:43 #

    Hallo Sebastian,

    eine Idee noch, um auf keinen mehr angewiesen sein zu müssen.
    Um 100 Male schlagen zu können, bräuchtest du bei automatischer Zuführung 100 Bälle, die du dann nachladen müsstest.

    Lässt sich optimieren, wenn du daran denkst (vielleicht hast du darüber ja schon nachgedacht), dass dein Laubbläser irgendwo Luft zieht. Diesen oder ähnlichen Zug könnte man nutzen, um die Bälle, die in einem bestimmten Feld landen, wieder einzusaugen.

    Das automatische Nachladen ist damit noch nicht geklärt, bei Gegebenheit eines solchen Systems jedoch und eines Saugsystems (wie o. beschrieben) könntest du aus 20 Speedern bestimmt 200/300/400 Schläge machen (hinge natürlich von deiner Treffsicherheit ab 😉 ).

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